Entspanntes Licht im Wohn- und Essbereich

 

Wenn ich erzähle, dass ich mich die letzten Jahre mit dem Thema Lichtplanung intensiv beschäftigt habe, erhalte ich oft viele Fragen. Und für viele ist das passende Licht ein wichtiges Thema, sowie oft auch die Frage, wie finde ich die passende Leuchte und die passende Beleuchtung im Raum.

Oft ist auch bei der Auswahl viel Unsicherheit dabei, da die schöne Leuchte doch kein so angenehmes Licht gibt.

Aus diesem Grund gibt es jetzt eine kleine Reihe Beiträge zum Thema

LICHT zum WOHNEN

 

Auch wenn es abends schon wieder etwas heller ist, möchte ich dir doch einen Einblick und Tipps geben, wie du für dich die passende Beleuchtung gestalten kannst, denn Licht wirkt gestaltend und emotional.
Ging es früher ausschließlich um die Funktion von Beleuchtung, bietet uns doch die Lichttechnik mit LED heute viel größere Möglichkeiten das Licht entsprechend auszuwählen und individuell einzustellen.

Da ich mich viel mit dem

Thema Wohnen

beschäftige, ist es mir wichtig, dass das Licht eine gute Atmosphäre schafft, uns sozusagen emotional erreicht, denn dann können wir entspannen oder die Dinge tun, die wir gerne machen.

 

 

Lichtstimmungen schaffen im Wohn- Esszimmer

Sicher ist es dir auch schon mal so gegangen, dass du in einen schön gestalteten Wohnraum gekommen bist und sobald das Licht anging, war die Stimmung dahin – zu dunkel, zu kühl, zu hell, zu grell…

Doch wie gestaltest du jetzt die passende Beleuchtung?

Gerade der Wohn-Essbereich ist ein Ort in deiner Wohnung in dem du sicherlich die meiste Zeit verbringst und der die unterschiedlichsten Funktionen hat. Hier wird gegessen, gespielt, ferngesehen, Musik gehört, gelesen, diskutiert, mit Freunden gesessen oder auch einfach nur die Ruhe genossen.
Zusammengefasst: ein bunter Mix aus unserem bunten Leben von Entspannung und Ruhe bis zur Geselligkeit und hierfür sollte hier die Beleuchtung passen.

Und wenn du dir jetzt die einzelnen Bereiche vorstellst, sind hier unterschiedliche Beleuchtungsanforderungen mit entsprechend notwendiger Lichtwirkung gefordert.

 

HIER DIE UNTERSCHIEDLICHSTEN BELEUCHTUNGSARTEN

In der Lichtplanung arbeitet man für eine schöne Raumbeleuchtung immer mit den drei unterschiedlichen Beleuchtungsarten:

Der Allgemeinbeleuchtung oder auch Grundbeleuchtung > Licht, um Sich im Raum zu orientieren und den Raum zu erhellen.
Der Funktionsbeleuchtung > Licht für bestimmte Aufgaben (lesen, arbeiten etc. )
Der (dekorativen) Akzentbeleuchtung > Licht als Blickfang

Siehe auch meinen Blogartikel

 

Licht an deinem Esstisch

Eine Hängeleuchte, die ausschließlich den Tisch beleuchtet , hat eine andere Wirkung, wie eine Leuchte deren Licht auch nach oben strahlt und somit den Raum über die Lichtreflexion an der Decke zusätzlich ausleuchtet.

Der Raum erhält eine zusätzliche weiche Grundbeleuchtung.

 > Meine Empfehlung ist übrigens immer eine Hängeleuchte über dem Esstisch abzuhängen und niemals den Esstisch nur mit einer Deckenleuchte oder nur mit Deckenstrahlern zu beleuchten. (Ja, es gibt auch Sonderstrahler, aber dazu später…)
> Als Anhaltspunkt sollte die Leuchte ca. 60 cm -70 cm über der Tischplatte hängen, wichtiger ist jedoch, dass eine Blendung unbedingt vermieden wird.
> Ideal ist auch, wenn die Leuchte höhenverstellbar, ausziehbar und schwenkbar ist, wenn das für dich wichtig ist und damit die Tischform noch besser ausgeleuchtet werden kann.
> Da die heutigen Leuchten meist mit LED-Lampen bestückt sind, ist auch hier auf die Lichttemperatur zu achten, welche idealerweise 2700 K – 3000 K beträgt. Die Beleuchtungsstärke von 300 – 500 Lumen (dies entspricht einer Glühbirne mit 40 Watt) ist dazu passend.
> Zu den technischen Angaben und ihrer Bedeutung gibt es den nächsten Newsletter, in dem ich versuche dies allgemeinverständlich zusammenzufassen.

Denn bei Tisch kommt die emotionale Stimmung hinzu, welche wir beim Essen genießen möchten. Ein gemeinsames Essen ist für uns, wenn wir es mit der Familie oder mit Freunden einnehmen auch immer eine schöne Gelegenheit für gegenseitigen Austausch und für Gespräche. Und dies wird durch das auf den Tisch konzentriertes Licht noch mehr unterstützt.
Gefördert wird der gegenseitige Austausch und gute Gespräche und je nach Lichtstimmung, werden auch persönlichere tiefsinnigere Gespräche geführt.

Woran liegt das?

Hier kommt die Wohnpsychologie (und auch die Lichtforschung) ins Spiel – Denn aus der Raumpsychologie ist bekannt, dass bei warmem Licht ( 2700 K ) wir uns besser entspannen können und unsere Emotionen angesprochen werden und wir somit sensibler sind.

Nicht umsonst werden am Lagerfeuer und bei Kerzenschein die persönlichen tiefsinnigen Gespräche geführt.

Und dieses Wissen darf man sich gerne in den Alltag an seinen Esstisch holen.

Und wenn am Esstisch auch mal geschrieben und gearbeitet wird, ist es ideal, wenn das Licht auch kühler und heller gestellt werden kann. Denn bei kühlerem Licht (> 4000K) können wir konzentrierter arbeiten.

Zu den Themen Lichtfarbe und Lichttemperatur und die Wirkung auf uns, gibt es im nächsten Beitrag noch mehr Infos.

 

2. Licht in deinem Wohnbereich

Auch im Wohnbereich rund um dein Sofa benötigst du unterschiedliches Licht.
Angenommen du möchtest dort gerne lesen, dann wirst du um eine gute Leseleuchte, die du dir auch entsprechend einrichten kannst, nicht umhinkommen.

Um eine schöne entspannte Raumatmosphäre zu gestalten, werden auch im Wohnbereich unterschiedliche Lichtquellen im Raum verteilt.

Wenn wir davon ausgehen, dass du dort entspannen willst, sollte das Licht mehr nach unten und weniger zur Decke strahlend sein. Denn um abends nach einem langen Tag „unter“ zu kommen, ist dieses Licht angenehmer.

Auch hier spielt für unseren Biorhythmus die Lichtfarbe (2700 K) wieder eine große Rolle. Damit sich bei uns im Körper das „Schlafhormon“ Melatonin bilden kann, sollte möglichst auf helles, kühles Licht am Abend verzichtet werden (deswegen ist ja auch schon länger bei Bildschirmen die Einstellung auf warmweiß möglich).

Da große Helligkeitsunterschiede zwischen hell und dunkel unangenehm sind, bietet es sich an, im Raum (je nach Größe) noch eine weitere Akzentbeleuchtung zu installieren. Somit wird dein Raum zusätzlich strukturiert und eine angenehme Atmosphäre entsteht.

Ergänzend ist es ideal im Wohnbereich z.B. Strahler an der Decke zu haben, die gedimmt und verstellbar zur Wand ausgerichtet werden können. Zusätzlich entsprechende Stehleuchten(n) und gerne noch eine Akzentbeleuchtung.

Und schon haben wir eine entspannte Raumstimmung.

Meine Empfehlung:
> Beim Sitzplatz unbedingt eine gute Leseleuchte platzieren
> Auch wenn mitten in der Decke ein Stromanschluss ist, muss hier nicht unbedingt eine Deckenleuchte installiert werden!
> Je nach Raumgröße lieber 1-2 schöne Stehleuchten aufstellen, welche dimmbar sind.
> gerne auch noch Akzentleuchten aufstellen und am einfachsten und stimmungsvollsten sind übrigens Kerzen

 

 

Waren meine Tipps hilfreich? Dann freue ich mich auf ein Feedback!
Hast du eine konkrete Frage zum Thema Lichtplanung? Dann melde dich gerne!
Oder kennst du jemanden, der gerade zum Thema Licht mehr wissen möchte, dann leite meinen Newsletter gerne weiter.

Bis zum nächsten Mal
Deine
Jeanette

Jeanette Neidhardt-Rosenberger
INTERIORDESIGN I LICHTPLANUNG I FENG SHUI I WOHNPSYCHOLOGIE

Ich hoffe, mein kleiner Ausflug in das Thema Licht zum Wohnen hat dir einen Einblick gegeben, wie Licht wirkt und welche Möglichkeiten es gibt – wenn es rechtzeitig geplant ist.

Hier kannst du nochmals die vorigen Beiträge lesen:

Teil 1 – Licht zum Wohnen – entspanntes Licht im Wohn- und Esszimmer
Teil 2 – Licht zum Wohnen – biologisches Licht und wie dies auf unseren Tag wirkt
Teil 3 – Licht zum Wohnen – rechtzeitig geplantes Licht für dein Zuhause

Interior Designerin aus Begeisterung - Gut eingerichtete Räume beeinflussen uns positiv in unserem Leben und beim Arbeiten.